Willkommen auf der Homepage von Richard Philipp Pooth

In der Literaturwissenschaft wird die mittelalterliche Dichtung in der dietschen Volkssprache als "mittelniederländisch" bezeichnet. Dieser Begriff entspricht jedoch weder den historischen noch den geographischen Gegebenheiten. Historisch umfasst die volkssprachlich dietsche Dichtung den Zeitraum mehrerer Jahrhunderte vor der Staatsgründung der heutigen Beneluxstaaten. Geographisch erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der dietschen Volksssprache über einen wesentlichen größeren Raum als Belgien, Luxemburg und die Niederlande zusammen.
Das Dietsche war als Volkssprache im Heiligen Römischen Reich weit verbreitet und ist in literarischen Werken überliefert, die an verschiedenen europäischen Stätten archivalisch betreut werden. Ich möchte hier drei Beispiele des dietschen Kulturgutes vorstellen:

  1. Die Reise des Heiligen Brandan aus der sog. Comburger Handschrift (Aufbewahrungsort: Staats-und Landesbibliothek Baden- Württemberg in Stuttgart)
  2. Karl und Eligast aus der sog. Karlmeynet-Kompilation (Aufbewahrungsort: Hessische Landes-und Hochschulbibliothek, Darmstadt)
  3. Vanden vos Reynaerde aus der sog. Dyckschen Handschrift (Aufbewahrungsort: Universitätsbibliothek Münster)

Publikationen:

  1. Von dem Fuchs Reinart, Münster 2005, ISBN: 978-3-9814587-1-8
  2. Der unsterbliche Fuchs - Texte vom dietschen zum deutschen Tierepos, Bocholt 2011, ISBN: 978-3-9814587-0-1